Folge 13: Von „O“ bis „O“ – das gilt auch für den Innenraum – Dichtungsproblem Tür

Nicht nur auf die passenden Reifen muss man im Herbst und im Winter achten, auch im Innenraum sind ein paar Handschläge notwendig. Und damit ist nicht nur das ordentliche Aussaugen gemeint: wir wechseln heute von Filz- auf Gummimatten. Dabei sind ein paar Dinge zu beachten, und auch die Türgummis spielen eine Rolle.

Außerdem ist mir ein Problem aufgefallen, bei dem ich nicht weiß, wie ich es beheben soll. Könnt Ihr mir helfen? Einen kleinen Geheimtipp für Euch habe ich aber auch im Video.

Bezüglich der Abdeckungen für die Ladekanten hinten und vorn haben wir zumindest beim Trunk wenig Glück gehabt. Die doppelseitigen Klebestreifen innen halten leider nicht so fest, wie sie es sollten. Dadurch sind die beiden Teile ein wenig locker. Wenn man zum Beispiel eine Transportkiste aus dem Kofferraum nimmt und an den Kantenteilen hängen bleibt, dann lösen sie sich ein wenig von der Unterlage.

Das ist allerdings zu verkraften, weil die Hauptfunktion ja trotzdem zum Tragen kommt: die Kunststoff-Ladekante wird geschützt. Und das ist ja wichtig! Außerdem sieht es auch richtig gut aus, wenn man die Abdeckungen verbaut hat. Vorn gibt es im Übrigen keine Probleme – alles passt, wie es soll.

Schlechtes Wetter? Matten wechseln!

Als wir unser Model 3 im Februar diesen Jahres bestellten, war uns bewusst, dass im einfachsten Modell SR+ keine Fußmatten mitgeliefert werden. Wie jeder andere Anbieter auch möchte Tesla hier einen Nachverkauf erzeugen. Allerdings erschienen uns die dort aufgerufenen Preise etwas zu hoch. 

Also bestellten wir uns Matten bei einem Zubehörspezialisten in den Niederlanden. Der hatte allerdings Lieferschwierigkeiten und konnte uns en bestellten Satz Matten für vorn, hinten, Kofferraum und Frunk erst Ende März liefern. Abholen konnten wir das Model 3 aber schon Mitte März.

Was also tun?

Auf Amazon fanden wir einen kompletten Satz Matten zumindest für den Innenraum (vorn und hinten), aber nicht aus Filz wie bei den in Holland bestellten, sondern aus Gummi. Wir beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen: gerade für die schlechte Jahreszeit empfehlen sich die Gummimatten im Fahrzeug, weil sie Schmutz und Feuchtigkeit besser auffangen. Damit landet weniger davon im Auto selbst.

Nun ist also Herbst und der Wechsel der Matten steht an. Praktischerweise reinigt man dafür gleich noch das Auto von innen und ersetzt dann die Filzmatten durch die Gummimatten. Diese sind ebenso passgenau und rutschen nicht hin und her – ein wichtiger Sicherheitsaspekt. Trotzdem kann man auch mit gröberen Schuhwerk gut ein- und aussteigen und verhakt sich nicht in den Waben der Gummimatte. Eine klare Kaufempfehlung.

Achtung Werbung:
Wer sich also für sein Model 3 diese Schlecht-Wetter-Matten bestellen möchte, klickt einfach auf den Amazon-Button. Beim Kauf erhalten wir eine kleine Provision, der Preis für Euch erhöht sich selbstverständlich nicht.

Folge 12: Laden am Erfurter Hauptbahnhof – Söders wirre Ideen – private Ladestationen mit Förderung

Ohne sich viel Gedanken zu machen einfach so mit dem Elektroauto losfahren: was sich viele Menschen einfach nicht vorstellen können, ist 2020 nicht mehr unmöglich. Denn Lademöglichkeiten gibt es viele. Und wenn sie dann auch noch genau dort sind, wo man eh hin möchte, ist das prima.  Außerdem habe ich mir ein paar Gedanken zum letzten Vorschlag von Markus Söder gemacht und zu den zukünftigen Förderungen privater Ladestationen ab November 2020.

Nun, diesmal ist ein kleiner Monolog draus geworden, aber mir lagen die beiden Themen Söder und Förderung schon auf der Seele. Ich hoffe, Euch interessiert es trotzdem.

0
Abonnenten bei Youtube! Dankeschön dafür.

Das schöne Angebot für Freikilometer, über welches ich im Video rede: bei &charge kauft man online ein und bekommt eine Vergütung in Form von Freikilometern, die man z.B. bei Maingau (EinfachStromLaden), Plugsurfing oder EnBW einlösen kann. Sehr praktisch. Nutzt doch einfach meinen Einladungs-Code RABBGX und erhaltet die ersten 10 Kilometer geschenkt!

Noch eine kleine Anmerkung: in den Videos werden Produktnamen und Firmen genannt. Das ist eine unbezahlte Werbung. Der Kanal „BSEplus elektrisch“ bekommt – soweit nicht speziell erwähnt – dafür keine Vergütung.

Als Smartphone nutze ich aktuell das Huawei P30 lite New Edition. Es ist mit satten 256GB Speicher ausgestattet und ichpraktisch keine zusätzliche Micro-SD-Karte einsetzen, um ordentlich zu Filmen und zu Fotografieren.

Apropos Foto: die drei Kameras sind wirklich gut und man kommt damit in allen Situationen gut zurecht.

* Über den Bild-Link gelangt man zu Amazon, wo man das P30 lite New Edition erwerben kann (Affiliate-Link).

T&Emagazin – geballtes Wissen rund um das Elektroauto zum Blättern

Heutzutage findet man ja praktisch jede Information online: selbst bestimmte Bücher mit Spezialwissen oder wissenschaftliche Arbeiten sind so an jedem Punkt der Welt abrufbar. Und doch ist es eine angenehme Sache, wenn man sich mit einer Tasse Kaffee und einem klassischen Magazin in der Hand wahlweise auf die Couch oder die Hollywoodschaukel begeben kann. Eine solche Zeitschrift für die Freunde von Tesla & Co. ist das T&Emagazin, das dieser Tage mit seiner achten Ausgabe erschienen ist.

Herausgeber sind der Teslafahrer & Freunde e.V. (TFF) und die Tesla Owners Helvetia. Das T&Emagazin erscheint im Verlag Die Projektmacher, dessen Inhaber Timo Schadt ist. Seinen Sitz hat das Unternehmen in Haunetal. Soweit die „technischen Daten“, kommen wir zum Besten: das T&Emagazin ist kostenlos!

Die Refinanzierung erfolgt durch die Platzierung von Anzeigen. Eben dies ermöglicht es, dass das Magazin vom Grunde her nichts kostet. Die Idee ist, dass es durch Auslegen in Hotels, Werkstätten und ähnlichen Plätzen sowie durch Weitergeben im privaten Rahmen einen möglichst großen Kreis an Leserinnen und Lesern erreicht. Aber auch hier hat Corona für Probleme gesorgt, u.a. weil in auslegenden Hotels weniger oder keine Gäste beherbergt werden konnten.

Dabei ist das T&Emagazin durchaus angenehm zu lesen und ist nicht nur auf Themen um den Autobauer Tesla beschränkt. Vielmehr geht es um die E-Mobilität an sich, aber auch um regenerative Energien und man kann im ABC viel Wissenswertes entdecken. Gerade mit Letzterem hat man schnell passende Argumente zur Hand und kann auch Interessenten der E-Mobilität ihre brennendsten Fragen beantworten.

Das T&Emagazin liest man am besten im Abo. Die achte Ausgabe ist gerade erschienen.

Wie kommt man nun an das T&Emagazin? Im Online-Shop kann man sich privat sowohl einzelne Ausgaben nach Hause bestellen oder am besten gleich ein Abo abschließen, damit man keine Ausgabe verpasst. Auch vorherige Ausgaben sind nachbestellbar und werden bequem per Post geliefert. Möchte man das T&Emagazin im eigenen Hotel, der Werkstatt oder an anderer Stelle nicht nur auslegen, sondern seinen Kunden auch mitgeben, empfehlen sich die jeweiligen Pakete, die pro Ausgabe 5, 10 oder sogar 20 Stück umfassen. Wer möchte, kann sich auch in der Karte der Auslageorte eintragen lassen und so von der Community profitieren.

Die achte Ausgabe des T&Emagazin ist gerade erschienen. Unsere Empfehlung: einfach bestellen und Probelesen. Und es macht auch Sinn, immer eine Ausgabe im Auto dabei zu haben!

DC-LEO – Pack den Löwen in den Akku!

Es ist nicht das erste Mal, dass von der über 100-jährigen Rolandstadt Nordhausen ein verkehrstechnisches Signal ausgeht. Seit dem Jahr 2000 gibt es zum Beispiel die von der Firma Siemens gelieferten Combino Duo, welche als Hybrid-Straßenbahn ausgerüstet sind. So sind sie in der Lage, sowohl auf dem seit dem Jahr 1900 bestehenden elektrifizierten Innenstadt-Netz in Nordhausen als auch auf der außerstädtischen Linie 10 zum Endpunkt Ilfeld Neanderklinik zu fahren. Wer sich für das System interessiert, wird hier bei Wikipedia fündig.

Siemens Combino Duo am Haltepunkt Ilfeld Neanderklinik - Foto: Michał Beim - CC BY-SA 4.0
Siemens Combino Duo am Haltepunkt Ilfeld Neanderklinik – Foto: Michał Beim – CC BY-SA 4.0

Nun schickt man sich in Nordhausen an, wieder ein bisher einmaliges Projekt anzugehen: DC-LEO. DC steht dabei für Gleichstrom, LEO für „Laden an elektrischen Oberleitungen“. Ziel soll es sein, eine moderne Gleichstrom-Ladesäule zu entwickeln, welche relativ einfach an das bestehende Gleichstromnetz der Straßenbahn angeschlossen ist. Für das Projekt wurde ein Zeitraum von drei Jahren vereinbart, der Bund unterstützt die beteiligten Partner dabei mit 1,5 Mio. Euro aus Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Wer sind die Projektpartner?
Neben der Nordhäuser Firma Intrasol, die sich seit einigen Jahren mit der Elektromobilität und der dazu gehörigen Infrastruktur beschäftigt, gehören dazu die Stadtwerke Nordhausen (sie betrieben die Straßenbahn und natürlich auch ihre energietechnischen Anlagen), das DLR-Institut für vernetzte Energiesysteme, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Institut für Verkehrssystemtechnik), die Fachhochschule Erfurt und die Firma SEN – System Entwicklung Nordhausen – ebenfalls aus der Rolandstadt.

Gleichstrom-Oberleitungen in Nordhausen – Foto: Falk2 – CC BY-SA 4.0

Um was geht es dabei?
Neben dem Betrieb der elektrischen Straßenbahn steht die Kommune auch vor der Herausforderung, Lademöglichkeiten für weitere Verkehrsmittel vorzuhalten. Das sind zum Einen neue Elektrobusse, die von der Stadt in das Umland unterwegs sein werden. Sie müssen auf dem Betriebshof geladen werden, aber auch während des Umlaufverkehrs im Landkreis. Die Gemeinde Harztor soll solch ein Ladepunkt werden, die Inbetriebnahme ist noch für 2020 vorgesehen. Zu Anderen soll es Besuchern von Nordhausen ermöglicht werden, auf Park&Ride-Parkplätzen an den jeweiligen Endhaltestellen der Linien 1 und 2 ihr Fahrzeug zu laden, während sie sich in der Rolandstadt aufhalten. Und schließlich ist dieser Ladeservice auch für die Anwohner und andere private Gelegenheitslader geplant.

Was soll das Ergebnis sein?
Ziel ist die Entwicklung einer intelligenten Ladesäule (DC-LIS), die zukünftig nicht nur in Nordhausen an jegliche gleichstromführende Leitung (hier Oberleitung) angeschlossen werden kann. Bei diesen Systemen wird immer eine Regelversorgung mit 600 Volt oder mehr vorgehalten. Eine Wandlung des Stroms muss für die DC-Ladung dabei nicht vorgenommen werden, was Verluste minimiert. Dass zu diesem Ladesäulenkonzept auch die intelligente Anbindung und Kommunikation mit dem zu ladenden Fahrzeug wegen der Identifizierung und Abrechnung gehört, soll hier nur erwähnt werden. Eine Ladung soll dann zukünftig über die gängigen Standards CCS und Chademo erfolgen.







Wir finden, dass die Idee vielversprechend ist und werden sie weiter verfolgen. Alle weiteren Informationen werden von der Firma Intrasol auf der folgenden Internetseite gepflegt:
https://intrasol.de/dc-leo/

Folge 11: Seat Mii electric – lädt er wie ein Großer? DC-Laden am ELA Ladepark Nordhausen

Ein großer Akku im Fahrzeug ist besonders dann von Vorteil, wenn ich ihn schnell vollladen kann. Nur so ist es möglich, auch längere Strecken durch vernünftige Pausengestaltung zeitlich akzeptabel zu absolvieren. Als Maßstab gilt dabei das Supercharger-Netzwerk von Tesla, das nicht nur weiter flächenmäßig ausgebaut wird, sondern auch durch die dritte Generation der Stationen immer schneller werden. Fährt man also mit dem Tesla längere Strecken, kann man sich auf dieses Netzwerk verlassen.

Auch der Seat Mii electric ist gegen Aufpreis von etwas mehr als 600€ mit einer CCS-Dose lieferbar. Bei unserem Modell Plus gehört die Dose sogar automatisch dazu. Laut Herstellerangaben soll der kleine Stromer über CCS bis zu 40 Kilowatt Leistung aufnehmen können. Da wir den Mii bisher ausschließlich an der heimischen Wallbox mit maximal 7,4 Kilowattstunden Leistung geladen haben, sollte ein Test am ELA Ladepark Nordhausen zeigen, was möglich ist.

Das Fazit fällt gemischt aus: die intelligente Ladesäule identifizierte den Seat Mii als ein Fahrzeug, welches maximal 42 Kilowatt Leistung aufnehmen kann. Bei einem Ladestand von 41 % flossen aber nur noch 24 Kilowatt in den Akku. Das ist zwar deutlich schneller als zu Hause, aber nicht zu vergleichen mit Fahrzeugen wie dem Tesla Model 3. Trotzdem wurden in etwas mehr als 40 Minuten (das ist eine längere Pause mit Essen, Trinken, Toilette und Beine vertreten) etwa 13,5 Kilowattstunden in den Akku geladen. Das reicht bei normaler Fahrweise auf der Landstraße und in der Stadt etwa für 100 bis 120 Kilometer. Auf der Autobahn werden es vermutlich nur etwa 70 bis 80 Kilometer sein.

Wenn ich mich also mit dem Seat Mii electric auf eine längere Strecke begebe und zum Zwischenladen stoppen muss, kann ich mich auf eine längere Pause einrichten. Echtes Schnellladen am CCS sieht anders aus. Aber der Kleinwagen ist in einem anderen Revier zuhause: dem urbanen Raum. Dort auf dem Parkplatz an einer AC-Ladesäule abgestellt (Type 2) und angeschlossen, lädt er den Akku während eines zweistündigen Einkaufsbummels in der Stadt auch mit knapp 14 Kilowattstunden auf. Und die hat Mann oder Frau dann auch sinnvoll genutzt.

Scroll Up