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Mit dem Stadtauto an die polnische Ostsee

Mit dem Stadtauto an die polnische Ostsee

Dass das Fahren in den Urlaub mit dem Elektroauto nicht nur Spaß machen kann, sondern auch noch recht sparsam vonstatten gehen kann, konnte man ja im vorigen Beitrag lesen. Morgen soll es für unsere Tochter ebenfalls elektrisch an die Ostsee gehen, doch die Vorteile, die Tesla mit Reichweite, Navigation und Ladeinfrastruktur geboten hat, kommen diesmal nicht zum Zuge. Gefahren wird mit einem Seat Mii electric!

Seine Stärken spielt der „Kraftzwerg“ natürlich im urbanen Raum aus. Stop-and-go ist seine Lieblingsfahrweise und dank ständiger Rekuperation beim Bremsen und Berg-ab-fahren kommen wir auf einen aktuellen Durchschnittsverbrauch der letzten gut 2.000 Kilometer von etwas mehr als 104Wh/km. Dieser Wert wird sich bei dieser Reise nicht halten lassen, denn der Großteil der Strecke verläuft auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Als weitere Besonderheit kommt dazu, dass meine Tochter noch nie eine längere Strecke als 100 Kilometer am Stück oder an einem Tag gefahren ist, also überhaupt! Doch das führt zu einer eher defensiven Fahrweise und als Maximalgeschwindigkeit haben wir uns auf 110km/h geeinigt. Das sollte dann trotzdem der Reichweite des Fahrzeugs entgegenkommen.

Google Maps sagt knapp 600 Kilometer Strecke voraus. Vier Ladestopps sind vorgesehen.

Trotzdem wird das Ganze ein gewisses Abenteuer, wozu u.a. diese Punkte beitragen:

  • geringe Reichweite dank des kleinen Akkus
  • längeres Laden durch eine Ladeleistung unter 40kW an CCS
  • Rapid-Gate könnte zuschlagen und das Laden entsprechend verlängern
  • dünner werdende Ladeinfrastruktur nordöstlich von Berlin
  • kaum öffentliche Ladesäulen in Kolberg (meist in Hotels)

Aber zum Glück haben meine Tochter (Führerschein seit drei Jahren) und ihr beifahrender Freund (keinen Führerschein noch ein As im Ärmel – nämlich mich und die Community! Dank tagelangen Recherchen und vielen Chats mit Mii- und Polen-erfahrenen Menschen aus der Welt der E-Mobilisten konnte eine detaillierte Reiseplanung mit entsprechenden Alternativen und Fallbacks erstellt werden. So wird meine Tochter fahren, ihr Freund die entsprechenden Routenabschnitte und Ladestopps überwachen – und ich werde als „Operator“ mit Telefon, Fahrzeugzugriff und den entsprechenden Apps aus der Ferne helfen können.

Doch los geht es erst morgen früh und wir nehmen euch hier im Blog mit auf die Reise. Ihr dürft wie wir gespannt sein!

Verwendete Apps und Karten:

  • Seat Mii Connect (Zustände und Standorte des Fahrzeugs)
  • Bonnet Lade App (Laden bei Allego, Ionity, Fastned, …)
  • ADAC e-Charge Ladekarte (für EnBW, Greenway, …; aufgeladen mit Kilometern von &charge)
  • Moovility App (zeigt recht zuverlässig den Belegungsstatus von Ladesäulen an)
  • Google Maps für die Navigation im Auto von Ladestopp zu Ladestopp
  • ABRP (ABetterRoutePlanner) für die „Vorhersage“ der Reichweiten und Ladestopps

2 Gedanken zu „Mit dem Stadtauto an die polnische Ostsee“

  1. Pingback: Das Abenteuer kann beginnen – BSEplus elektrisch

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