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Glück und Rapid-Gate

Glück und Rapid-Gate

Es ist schon eine interessante Sache, wenn man aus der Ferne (aus dem heimischen Büro) als eine Art „Operator“ hilft, dass der Nachwuchs eine möglichst reibungslose Reise erlebt. Schließlich ist es die erste lange Fahrt für meine Tochter und noch dazu mit einem Elektroauto. Und dabei funktioniert alles wie geplant. Naja, zumindest fast.

Der letzte CCS-Lader vor der Grenze zu Polen findet sich in Gramzow. Bäcker, Eisdiele und Toilette in der Nähe.

Denn es stand ja noch eine Ladung in Deutschland an. Hier sah es den ganzen Vormittag so aus, als wäre der Triple-Charger in Gramzow dauernd besetzt. Doch etwa eine Stunde vor der geplanten Ankunft erschien die Station als grün in der Moovility App, und so konnten die Reisenden dort laden. Toilette, Bäcker, Netto-Markt und Eisdiele liegen übrigens in unmittelbarer Nähe, so dass die Ladeweile keine Langeweile wird.

Kalkulation/Werte für den 3. Ladestopp:

Ladestand Ankunft:
Ladezeit:
Abfahrt mit:
geladen:

12% 25%
15 Minuten 25 Minuten (Eisessen)
37% 58%
8 11kWh

Mit einem höheren Ladestand als berechnet ging die Fahrt weiter, aber nur für etwa 60 Kilometer. Denn als letzter Ladestopp war das Kaufland in Sczcecin geplant, am dortigen Triple-Charger. Die Ladung ist dort noch kostenlos und kann ohne Freischaltung genutzt werden. Für den Fall, dass die Säule besetzt sein sollte, befindet sich praktisch gegenüber ein weiterer Triple-Charger von Greenway, der mit der ADAC e-Charge Karte nutzbar ist. Aber am Kaufland war frei und es konnte geladen werden.

Kalkulation/Werte für den 4. Ladestopp:

Ladestand Ankunft:
Ladezeit:
Abfahrt mit:
geladen:

13% 33%
65 Minuten 90 Minuten (Einkaufen)
90% 85%
25 17kWh

Laden bei Kaufland in Sczcecin - Rapid-Gate inklusive.

Hier kam nun der Moment, wo das Lademanagement des kleinen Seat an seine Grenzen gekommen ist: die Ladung war unheimlich langsam für CCS. Zu Beginn kamen noch etwa 11kW von der Säule in das Auto. Am Ende flossen schließlich nur noch ganze 6kW in den Akku des Fahrzeuges. Das Rapid-Gate hatte zugeschlagen! Ein Fakt, den man bei der Rückreise natürlich mit berücksichtigen muss.

Schließlich ging es mit einer angezeigten Reichweite von 260 Kilometern auf das letzte Teilstück. 124 Kilometer über Schnell- und Landstraßen bei einem gefahrenen Durchschnitt von 120Wh/km sollten so zu schaffen sein, dass die Reisenden mit 35% Restakku in Kolberg ankämen. Nun, es sollte anders kommen, aber darüber berichte ich im nächsten Beitrag.

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