Die „Ehre“ ist jetzt blau


Vor zwei Jahren erntete ich gern ein paar Lacher, als ich fest der Meinung war, das Huawei und Honor über kurz oder lang sogar den Platzhirschen Samsung und Apple auf die Pelle rücken werde. Vor drei Tagen wurde mit dem Honor „9“ das neueste Flaggschiff der chinesischen Lifestyle-Marke veröffentlicht und ich zum wiederholten Male sagen: ich habe noch nie ein so gutes Smartphone in der Hand gehabt!

Das „9“ ist mein persönlich drittes Honor-Smartphone und das vierte in unserer Familie. Damit sind seit heute nun alle Familienmitglieder mit einem Modell dieses Herstellers ausgestattet. Und alle sind sehr zufrieden damit! Ich habe mich nach dem „7“ und dem „8“ diesmal bewusst für das blaue „9“ entschieden, denn auf den Pressefotos schien es mir eine sehr edle und schöne Farbgebung zu sein. Und sie ist es! Das Licht bricht sich sehr schön im blauglänzenden Gehäuse, mit einem entsprechenden Bildschirmdesign (und davon gibt es unzählige zum Download) wirkt es schließlich wie aus einem Guss. Ein sehr schönes Stück Hardware.

Doch auch die inneren Werte können sich sehen – und diesmal auch hören lassen. Man weiß eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll: Die Kameras sind wieder einmal aufgewertet worden und kitzeln quasi das physikalisch maximal mögliche aus den kleinen Objektiven heraus. Die überarbeitete Kamerasoftware tut ihr Übriges dazu und bietet einen Komfort fast wie bei einer Profikamera. Der Fingerabdrucksensor ist jetzt vorn und ermöglicht ein Aktivieren des Telefons, ohne es in die Hand nehmen zu müssen. Der Sound ist stark verbessert worden und bietet neben einem Equalizer auch einen virtuellen 3D-Sound-Prozessor. Dieser funktioniert zwar nur mit einem angeschlossenen Kopfhörer und nicht über Bluetooth (das wird hoffentlich noch nachgereicht), erzielt aber wirklich interessante Effekte.

Hey, das Display ist „nur“ in einer Full-HD-Auflösung an Board, aber wen stört denn das bitteschön?! Brauche ich 4K in der Handfläche? Nein! Die Farben sind lebendig, der Umgebungssensor arbeitet schnell, der Modus zum Augenschonen ist wieder mehr als angenehm. Vier Gigabyte Arbeitsspeicher sind völlig okay, 64 GB ROM stehen dem Anwender zur Verfügung, bis zu 256 GB kann eine zusätzliche SD-Karte haben. Oder man steckt eine zweite SIM-Karte ins Gerät und nutzt halt zwei Nummern auf einmal. An Software ist diesmal ein wenig mehr Bloatware als sonst dabei, diese lässt sich aber fast komplett deinstallieren. Kein großes Problem also – wenn es denn überhaupt eins ist.

Im Paket ist eigentlich noch das ebenfalls brandneue „Band 3“ enthalten, ein Fitness-Armband der neuesten Generation, aber dieses wird leider nachgeliefert. Gespannt bin ich trotzdem drauf, soll es doch viele Gesundheits- und Sportfunktionen mit einem sagenhaften Akku verbinden. Als Fazit nach ein paar Stunden Nutzung des Honor „9“ kann ich aber schon jetzt sagen: das ist ein großer Wurf, der hier dem chinesischen Hersteller gelungen ist. Ich fühle mich echt „geehrt“.

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