Aubagio: 28 Tage und ein Kleinwagen


Aubagio von SanofiKeine Angst, hier geht es nicht um den gleichnamigen Sandra-Bullock-Film. Und ein Auto will ich auch nicht schmackhaft machen. Trotzdem haben beide Dinge mit Aubagio zu tun. Heute Mittag habe ich nämlich die 28. Tablette genommen, also sind schon ganze vier Wochen um. Ging ganz schön schnell um diese Zeit, was sicher auch an den begleitenden Arztbesuchen und dem Austausch in der Facebook-Gruppe liegt.

Besonders interessiert man sich bei Facebook natürlich immer für den Status der Nebenwirkungen. Diese können unter Umständen recht heftig sein, weshalb man in der ersten Zeit ganz gut unter Kontrolle ist. Es geht um den Blutdruck und die Blutwerte (besonders die Leberwerte stehen hier im Fokus), aber auch der Immunstatus ist sehr wichtig. Schließlich moduliert das Aubagio das Immunsystem. Bei mir gab es da ein paar Grenzwertunterschreitungen, wobei die Leberwerte im Limit sind.

Viele haben auch Angst vor Haarausfall. Damit habe ich bisher kaum zu tun, allerdings fällt es bei meinem Haarschnitt auch nicht so auf. Allerdings entwickeln sich manche Nebenwirkungen mit der Zeit. So hat sich mein Verdauungssystem gerade in den letzten zwei Wochen enorm „beschleunigt“. Auch quälten mich einige Tage Schmerzen im Nierenbereich. Insgesamt komme ich also bisher ganz gut klar, auch wenn es nicht ganz einfach ist. Aber ich finde gut, dass meine Neurologin an den Nebenwirkungen dranbleibt.

Aubagio: Leere Packung

Und die Wirkung? Hier kann ich noch immer keine Aussage treffen, da sie eben nicht messbar ist. Ich hoffe natürlich, dass die MS ordentlich verzögert wird, die Basistherapie also Sinn macht. Dafür muss ich natürlich weiter fleißig das Aubagio nehmen. Und so war ich diese Woche in der Apotheke und habe das neue Rezept eingelöst. Scherzhaft fragte ich die nette Mitarbeiterin dort, ob ich das nächste Mal einen Bodyguard mitbringen soll. Und ich wunderte mich kaum, als sie die Frage bejahte.

Die 12-Wochen-Packung schlägt nämlich mit ca. 5.800 Euro zu Buche. Mit dem Geld könnte man eine Menge toller Dinge anstellen, z.B. sich einen gebrauchten Kleinwagen in gutem Zustand kaufen. Oder einen schönen Urlaub machen. Doch wir MS-Kranken holen sich dafür kleine blaue Pillen und hoffen auf eine entsprechende Wirkung.

Schon verrückt, oder?!

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