Unglaublicher Film


575939_original_R_by_Dieter_pixelio_iconDie besten Filme entstehen im eigenen Kopf. Die menschliche Vorstellungskraft ist nämlich um ein Vielfaches mächtiger als man denkt. Aus diesem Grund gelten diverse Bücher auch als unverfilmbar: zu groß und vielfältig sind die Möglichkeiten der Fantasie. Zu diesen Büchern gehört auch das 2001 erschienene „Life of Pi“ vom kanadischen Schriftsteller Yann Martel. Diesem gelang ein vor Fantasie überbordendes Werk, welches 2003 auch übersetzt in Deutschland erschienen ist. Jetzt hat einer der ganz großen Regisseure es doch gewagt, den Stoff zu verfilmen. Ein prächtiger Film ist dabei entstanden.

Ang Lee hat nicht immer ein gutes Händchen in Sachen Regie. Die meisterlichen „Brokeback Mountain“ und „Sinn und Sinnlichkeit“ stehen eher gewöhnungsbedürftigen Filmen wie „Hulk“ (mit Eric Bana) gegenüber. Mit „Life of PI: Schiffbruch mit Tiger“ ist ihm aber ein Meilenstein gelungen, der nach meiner Meinung bei den anstehenden „Oscars“ mehr als nur bedacht wird.  Und das trotz des schwierigen, weil so fantasievollen Stoffes.

Worum geht es also? Darüber will ich gar nicht so viel verraten. Ein junger Mann (Pi) überlebt einen Schiffsuntergang – gemeinsam mit einem Tiger namens Richard Parker. Der Überlebenskampf (das kann man mehr als nur wörtlich nehmen) auf See dauert 9 Monate, und während dieser vielen Tage stellt sich für Pi, aber auch für Richard Parker, mehr als einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens, des Glaubens, dem eigenen Sein. Das Ganze ist ca. zwei Stunden lang in teils atemberaubenden 3D-Bildern festgehalten, die den Zuschauer in ihren Bann ziehen.

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Mein persönliches Fazit (wohlgemerkt als Atheist) zu diesem Film möchte ich mit einem Zitat aus einem Buch von Terry Pratchett (verfilmt unter dem Titel „Hogfather“) beschreiben: „Man muss an Dinge glauben, auch wenn sie nicht wahr sind. Wie sollten sie sonst wahr werden?“ „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ – absolut empfehlenswert!

Foto: © Dieter / pixelio.de

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