LG mit Tiefgang


Der Boom bei den Smartphones kam ja im gerade vergangenen Jahr so richtig in Schwung. Alle namhaften Hersteller versuchten, sich gegenseitig mit immer neueren und besseren und teureren Modellen zu übertrumpfen. Mit jeweils mehr oder weniger Erfolg. Schneller, größer und natürlich bessere Displays – aus dieser Trickkiste bediente man sich weltweit. Doch LG hatte da eine Idee, die etwas tiefer ging …

Dank meines Blogger-Kollegen Sven habe ich ein paar Tage das LG Optimus 3D testen dürfen. Er konnte sich im Gegenzug mit dem HTC HD7 anfreunden – oder eben auch nicht. Beide Handys haben ein 4,3 Zoll Display. Aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Denn statt mit WindowsPhone ist das LG mit Android ausgestattet worden. Äußerlich gehört das Handy zu den größeren Vertretern der 4,3 Zoll-Klasse. Diese Größe hat viele Freunde am Markt, meiner Hosentasche sind sie immer etwas zu groß. Das Gehäuse ist schwarz und liegt gut in der Hand. Dank des Gewichtes fühlt es sich wertig an und damit besser als z.B. das Samsung Galaxy S2. Auf der Rückseite ist ein Metallstreifen eingepasst, der die beiden Kameras trägt.

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Ja, zwei Kameras mit jeweils 5 Megapixel ermöglichen stereoskopische Aufnahmen, also in 3D. Das funktioniert bei Standbildern ebenso wie bei Filmen bis zur HD-Auflösung von 720p. Abgespeichert werden die Fotos in einem speziellen Dateiformat (bei 3D) und die Filme im MP4-Format. Die gemachten 3D-Aufnahmen können auch direkt zu Youtube hochgeladen werden. Doch mit dem Aufnehmen ist es beim LG Optimus 3D nicht getan. Dank eines speziellen Displays kann man nämlich den räumlichen Effekt auch ohne eine zusätzliche Brille betrachten. Die hohe Auflösung von 800×480 Bildpunkten unterstützt das positiv. Natürlich erlebt man den 3D-Effekt nur, wenn man ganz genau gerade auf den Bildschirm schaut. Und das strengt mit der Zeit auch ein wenig an.

Zum Glück ist der gesamte 3D-Teil nur eine zusätzliche Funktion (und ein Spaß obendrein). Komplettiert wird das Ganze durch ein paar 3D-Spiele und der Abspielmöglichkeit von 3D-Material bei Youtube. Aber um diese stereoskopischen Spielereien auch überzeugend umsetzen zu können, hat LG bei der Hardware nicht gekleckert, sondern geklotzt! Und das merkt man der „normalen“ Funktionalität des Smartphones durchaus an: schnell bis in die letzte Menüeinstellung lässt es sich bedienen, und auch die Programme laufen flink und ohne sichtbare Einschränkungen. Obwohl – als Betriebssystem wird Android 2.2 ausgeliefert. Damit tut sich LG nicht wirklich einen Gefallen, auch weil das Update auf 2.3.5 trotz mehrerer Anläufe bisher nicht funktioniert hat.

Tiefer in die Technik mag ich jetzt nicht gehen, denn das kann man alles direkt bei LG nachlesen. Insgesamt kann man aber sagen, dass man mit dem Optimus 3D eines der schnellsten Smartphones aktuell bekommen kann. Preislich bewegt man sich dabei ein wenig über der 300,- Euro-Grenze (Straßenpreis) und hat somit ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Und wer ein (subjektiv) schöneres 3D-Spielerlebnis als auf einem Nintendo 3DS haben möchte, ist damit auch sehr gut bedient. Und: die Spiele sind günstiger. 😉

Das LG Optimus 3D bekommt von mir 4 von 5 Sternen und damit eine Empfehlung.

Fotos: © www.lg.de

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