Kleiner Knipser für die Zwerge


Wo haben die das nur her? Wo auch immer jemand mit einem Fotoapparat auftaucht, da wollen meine Zwerge selbst Hand anlegen und eigene Bilder schießen. Und dabei stellen sie sich noch nicht einmal untalentiert an! Da wir ja nur eine Bridge-Kamera haben, die (mir) für Kinderhände gar nicht geeignet scheint, hatten wir in der Vergangenheit ein kleines Problem. Denn wollten die Kleinen mal eine Kamera auf Klassenfahrt mitnehmen, musste immer mein altes SonyEricsson K800i herhalten. Zeit also für ein vernünftiges Weihnachtsgeschenk!

Folgende Anforderungen sollten von den neuen Kameras erfüllt werden:

  • klein und handlich, auch für Kinder
  • gute Bildqualität in Standardsituationen
  • ordentliches Display
  • Videos in HD
  • günstiger Preis, aber kein Spieldingens 😉

Gerade der letzte Punkt ist recht wichtig, da wir einerseits gleich zwei Kameras kaufen wollten und andererseits bei einem eventuellen Schaden nicht gleich riesige Werte vernichtet werden sollten. Uns schwebte ein Preis von deutlich unter 100,- Euro vor. Und etwas farbig durften die Teile auch sein. Zum Glück haben ja da alle großen Hersteller etwas im Angebot. Nach ein paar Tagen des Suchens und Vergleichens entschieden wir uns dann für die Olympus VG-130, die wir in rot für weniger als 80,- Euro beim Buchversender bekommen haben.

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Die Augen der Zwerge waren auf jeden Fall riesig, denn mit solch einem Geschenk hatten sie nicht gerechnet! Und natürlich wurden die Teile gleich ausprobiert. Gut, dass ich vorher die Akkus geladen habe und die SD-Karten formatiert wurden. Denn im Wohnzimmer wurde natürlich entsprechend geblitzt. Gestern dann ging es auch mal ans Tageslicht und so konnte man die Fotos gut beurteilen. Wir haben die Auflösung übrigens auf 8 Megapixel gestellt, was völlig ausreichend ist. Ansonsten können die kleinen Kameras bis zu knapp 14 Megapixeln. Videos werden in 720p aufgenommen, allerdings mit Mono-Ton und in M-JPEG (eigentlich veraltet).

Bei guter Beleuchtung macht die VG-130 ganz passable Bilder. Zwar ist immer ein kleines Rauschen erkennbar, welches bei schlechterem Licht immer stärker wird. Das liegt m.E. nach am recht kleinen Objektiv. Immerhin hat sie in Tests besser abgeschnitten als viele andere preiswerte Kameras. Außerdem soll sie ja auch keine DSLR ersetzen. Über eine kleine Wippe lässt sich optisch zoomen, und zwar von 26 bis 130 mm Brennweite. Digital geht zwar auch, aber das habe ich gleich mal deaktiviert. Makroaufnahmen sind ab ca. 7 cm möglich. Also alles dran für Landschaften und kleine Käfer.

Die Bedienung ist typisch für eine Kompaktkamera, nämlich recht simpel. Praktisch ist die Hilfefunktion, die auf Wunsch eine Textbox auf dem Display anzeigt, wo die jeweilige Funktion noch einmal ein wenig erklärt wird. Apropos Display: dieses ist 3 Zoll groß und löst mit etwas mehr als 230.000 Bildpunkten auf. Nicht besonders viel, aber im praktischen Betrieb völlig ausreichend. Allerdings ist der mögliche Betrachtungswinkel recht eng. Doch die Zwerge kommen damit gut klar.

Für viele Dinge gibt es Automatiken, insgesamt 21 verschiedene Motivprogramme sind dabei. Besonders lustig finden die Zwerge die sogenannten „Magic Filter„, die in Echtzeit coole Effekte in die Fotos zaubern. Da sie das am PC noch nicht nachträglich machen können, ist das an der Kamera eine passende Funktion. Weiterhin ist eine Panorama-Funktion integriert, die aber nur mit einem Stativ Sinn macht. Das passt zur Zeit noch nicht zur eher spontanen Fotografie der Kinder.

Ohne einen entsprechenden Speicherchip nützen diese Kameras natürlich gar nichts, und so wurden sie mit SD-Karten von Kingson (4GB, Class 4) bestückt. Da gehen einige Bilder (ca. 1.600) und Videos (ca. 18 Minuten in HD) drauf. Mit dem mitgelieferten USB-Kabel kann man die Daten dann auf den PC spielen, rudimentäre Software wird auf CD mitgeliefert. Auch ein Ladegerät (ebenfalls USB) für den Akku liegt bei. Eine Tasche leider nicht, so dass wir noch welche dazu kaufen mussten.

Gut, es gibt bessere (und teurere) Kameras, aber für den zugedachten Zweck sind sie beinahe ideal: die Kinder kommen zurecht, die Bilder sehen gut aus – und Zwerg 2 kann ihrer neuen Video-Leidenschaft nachgehen. Das alles und der vernünftige Preis machen die Olympus VG-130 zu einer guten Einsteigerkamera. Nun mal sehen, wie lange die Teile so halten werden bei den Zwergen. Aber zur Zeit sind sie sehr glücklich, und damit bekommen die kleinen Knipser Preis-Leistungs-basierte vier von fünf Sternen und eine klare Empfehlung!

Foto: © Olympus.de

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