Meine momentane Lieblings-App 3 Kommentare


Letztens fragte mich Jasmine von den „Base Freunden“ bei Facebook nach meiner Lieblings-App. Ich antwortete ihr ohne viel Zögern, dass es eben WAZE ist, das wirklich soziale Navigationssystem für Handy und iPad. Ich habe darüber ja schon einen Beitrag geschrieben.
Bei genauem Nachdenken kam ich dann aber auf zwei coole Apps, die ich richtig gut finde im Moment. Und da ist jede Menge Musik drin…

Hin und wieder werde ich gebeten, mal die eine oder andere Party zu beschallen. Nun bin ich kein Verfechter von großen CD-Koffern, weil ich meine Musik am liebsten in Dateiform auf dem Rechner oder den mobilen Endgeräten habe. Deshalb spiele ich dann die Musik auch von meinem iPad und einem iPod ab. Da kann man schön arbeiten, als hätte man zwei CD-Player: während ein Titel läuft, kann man auf dem anderen Gerät schon den nächsten raussuchen.

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Wie bei einem professionellen DJ klingt das dann aber nicht, denn ein abstimmen der Geschwindigkeiten für Beat-genaues Überblenden funktioniert da nicht. Deshalb wurde ich von einem Kollegen (vielen Dank, Ralf!) auf das Programm djay aufmerksam gemacht. Er nutzte es schon eine Weile auf dem iPhone und siehe da, es gibt auch eine richtig gute iPad-Version davon! Und die kann sich sehen lassen!

Auf dem Bildschirm im Querformat werden zwei Plattenspieler simuliert, die ich mit Musik direkt aus der iTunes-Bibliothek bestücken kann. Beide Player können gleichzeitig Musik abspielen und man kann von einem auf den anderen Player überblenden. Damit das Ganze auch genau im Takt passieren kann, lassen sich die Geschwindigkeiten der Songs über einen Schieberegler regeln. Auch die Grundlautstärke der Songs lässt sich getrennt einstellen. Damit kann man schon ganz gut arbeiten.

Als weitere Funktionen bietet diese App noch verschiedene Filter, Loops und natürlich auch ein Equalizer. Mit ein wenig Übung arbeitet man mit djay wie mit einem klassischen Equipment. Damit man sich seine eigenen Mixe auch später noch einmal anhören kann, ist natürlich auch eine Aufnahmefunktion integriert. Und man kann die App auch ganz alleine werkeln lassen, in dem man die Automix-Funktion einschaltet, wo die Titel einer Playlist automatisch gemixt werden.

Hier erreicht man allerdings die Grenze der knapp 20,- Euro teuren App. Denn gerade das automatische Überblenden ist nur mit Glück wirklich professionell. Was macht man aber als Hobby-DJ, wenn man mal auf die Toilette muss oder einfach etwas essen oder trinken mag? Ehe man dann einem „interessierten Gast“ die Herrschaft über das iPad überlässt, sollte man lieber die App Numark iDJ ausprobieren.

Der Ansatz dieses Programms ist weniger die manuelle Steuerung, sondern ganz klar die Automatik. Man importiert ein paar Songs, deren Taktgeschwindigkeit einigermaßen ähnlich ist (z.B. so zwischen 125 und 130 bpm) und lässt den iDJ werkeln. Und das macht die App echt gut: die Beats werden erkannt und synchronisiert (die Überblenddauer kann man auch manuell einstellen) und sogar während des Übergangs in der Geschwindigkeit angepasst.

Ds Ergebnis ist einfach toll! Wenn man bedenkt, dass die App noch nicht einmal 2,- Euro kostet, ist die Leistung beeindruckend. Für den Partybesucher klingt es, als mixe ein einigermaßen begabter menschlicher DJ die Tracks ineinander. Mit ein paar Songs hat man schnell eine halbe Stunde Musik, die dafür sorgt, dass die Tanzfläche nicht leer wird, auch wenn man mal selbst nicht an den Reglern steht.

Natürlich macht es Sinn, bei iPhone bzw. iPad / iPod Touch die Datenverbindungen auszuschalten und alle anderen Programme im Hintergrund zu stoppen. Eine bessere Performance der Programme ist die Folge. Schließlich wird hier im Hintergrund eine Menge Rechenarbeit geleistet. Und wer Spaß an djay gefunden hat, den interessiert vielleicht auch der iDJLIVE von der Firma Numark, die für ca. 99,- Euro eine Konsole anbietet, mit der sich die App mehr als ordentlich bedienen lässt.

Und dieses Teil steht ganz oben auf meinem Wunschzettel!! 🙂

Fotos: © Numark, algoriddim


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3 Gedanken zu “Meine momentane Lieblings-App

  • BSEplus Autor des Beitrags

    Na vielen Dank!

    Natürlich macht das Lesen nur halb soviel Spaß. Diese Programme muss man echt mal in Aktion erlebt haben, um es zu glauben. Denn mal ehrlich: es ist ja nur ein Tablett, auf welchem das läuft. 🙂

    Liebe Grüße
    Dirk

  • Jasmine

    Ganz genau!

    Sehr faszinierend! Ich habe noch das Bild des guten alten MK II von Technics im Kopf. Und der kostet immer noch nicht weniger als vor drei Jahren;-)

    Liebe Grüße
    Jasmine
    base-botschafter.de