Das kleine Schwarze von LG


Als Coco Chanel im Jahr 1926 ihre Vorstellung eines eleganten und dennoch modernen Begleiters der Dame von Welt vorstellte, hat sie natürlich kein Handy im Sinn gehabt. Dafür weiß heute kaum noch jemand, dass sie damals ein simples Kleid präsentiert hat. In unseren Tagen lässt Frau sich aber immer häufiger von kleinen, hübschen Smartphones begleiten. Und in diesem Marktsegment mischt nun auch LG kräftig mit – mit dem LG E510 Optimus Hub. Dieses darf ich gerade etwas testen.

Das Smartphone von LG gehört zu den „Handschmeichlern“ und passt in jede Hosen- oder Damenhandtasche. Mit einer Diagonalen von 3,5 Zoll ist es etwas kleiner als iPhone oder HTC Desire, aber größer als z.B. das HTC Wildfire. Dafür hat es mit 320 x 480 Pixeln eine für die Displaygröße angenehme Auflösung. Die Farbdarstellung ist okay und in der Preisklasse normal.

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Verbinden lässt sich das Optimus Hub auf verschiedene Wege: GSM, EDGE, UMTS und sogar HSDPA bis zu 3,6 MBit je Sekunde stehen für mobile Verbindungen zur Verfügung. Das funktioniert recht ordentlich, beim Wechsel von einem Versorgungsgebiet ins andere treten keine Abbrüche auf. Für den Nahfunk bietet das Smartphone Bluetooth und WLAN an, NFC ist nicht an Bord. Für Bilder ist die eingebaute 5-Megapixel-Kamera zuständig, die unter guten Lichtbedingungen ganz gute Fotos macht. Videos nimmt das kleine LG aber lediglich in VGA-Auflösung auf, was wahrscheinlich primär am mit lediglich 800 MHz befeuerten Prozessor liegt.

Dieser kommt mit dem Betriebssystem Android in der Version 2.3.4 ganz gut zurecht, mitunter hakelt es ein wenig beim Scrollen oder Zoomen. Webseiten werden gut dargestellt, Facebook und Twitter laufen flott und die Navigation mit dem Google Navigator oder mit WAZE läuft problemlos. Der eingebaute GPS-Chip scheint recht leistungsstark und findet die Position des Gerätes meist in kürzester Zeit. Ein Media-Player sowie ein UKW-Radio vervollständigen die Ausstattung.

Für die Bedienung gibt es drei Touch-Flächen, eine separate Suchen-Taste fehlt. Hier muss man dann z.B. die Google-Suche als Gadget nutzen, was aber auch kein Problem ist und sogar per Sprache funktioniert.

Das äußere Erscheinungsbild ähnelt anderen Modellen dieser Preisklasse. Statt wirklich hochwertiger Kunststoffe oder gar Aluminium etc. wird preiswerteres Plastik in Klavierlack-Optik verwendet. Dadurch sieht man dem Telefon recht schnell an, dass man es in der Hand hatte. Aber es fühlt sich ganz gut an und lässt ein höherwertiges Modell vermuten. Verarbeitet ist es ordentlich, auch wenn mir persönlich die Akkudeckel mit den Mini-Nasen zum Einhaken nicht gefallen.

Was wird mitgeliefert?
Neben dem Telefon und einem 1.500 mAh Standardakku findet man in der Verpackung das Ladegerät und ein USB-Kabel. Ein einfaches Headset, ein kleines Handbuch sowie eine Micro-SD-Speicherkarte mit einer Kapazität von 2 GB vervollständigen das Ganze.

Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 199,- Euro, vereinzelt ist es schon etwas darunter im Netz zu finden. Bei Base gibt es das LG Optimus Hub als Mietgerät inklusive einer Internet-Flatrate und dem „Sorglos-Paket“ für 14,- Euro im Monat bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Damit etabliert es sich als ein klassisches Einsteiger-Smartphone.

Wegen der durchschnittlichen Ausstattung sowie der nicht so hochwertigen Materialien bekommt das „kleine Schwarze“ von LG von mir 3 von fünf Sternen.

Foto: © www.base.de

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