Immer einen Koffer in Berlin 2 Kommentare


Berlin ist eine geile Stadt.
So – jetzt hat sich bestimmt die Leserschaft hier geteilt, denn es gibt sicherlich auch ein paar Leute unter Euch, die das ein wenig anders sehen. Für mich allerdings gehört die deutsche Hauptstadt zu den schönsten Städten der Welt. Diesen „Berliner Virus“ habe ich mir wohl eingefangen, als ich fast fünf Jahre am Stück dort gewohnt habe. Nun – viele Jahre später – reise ich noch immer gern dorthin. Oftmals geschieht dies aus beruflichen Gründen. Doch jetzt war ich mit der ganzen Familie da.

Da meine Frau und ich Urlaub und die Zwerge Ferien hatten, buchte ich uns für zwei Nächte in einem schönen Hotel ein. Am Donnerstag ging es morgens los und gegen Mittag standen wir auf dem Alexanderplatz. Denn dort wollten wir uns als erstes Highlight den Fernsehturm ansehen. Es war nicht so riesig viel Betrieb und wir hatten recht schnell unsere Tickets. Allerdings mussten wir dann noch ca. zwei Stunden warten, bis wir auf den Turm durften. Zeit fürs Mittagessen.

Das hatten wir schnell erledigt. Nach Weltzeituhr und „Brunnen der Völkerfreundschaft“ mussten (!!) wir noch schnell in das dortige Kaufhaus, weil Zwerg 1 unbedingt ein Kostüm für Halloween brauchte. Dank einer eigenen Abteilung wurden wir auch recht schnell fündig. Also wieder raus aus dem Konsumtempel und an die frische Luft. Bevor es in richtig luftige Höhen gehen sollte, zeigte ich der Familie noch schnell den Neptunbrunnen nahe des Roten Rathauses. Dank der Sonne konnten wir auch ein paar schöne Fotos schiessen.

Dann war es Zeit für die Turmauffahrt und in nur 40 Sekunden waren wir 200 Meter über der Hauptstadt. Der Ausblick war toll und wir entdeckten jede Menge wichtige Punkte in der Stadt. Allerdings wurde es den Zwergen nach einer halben Stunde etwas langweilig und so stellten wir uns wieder einmal an – nämlich an die Schlange vor dem Fahrstuhl nach unten. Mit festem Boden unter den Füssen machten wir uns auf zum Hotel im Stadtbezirk Neukölln. Nach dem Bezug des Zimmers und einer erfrischenden Dusche ging es ins Restaurant zum Nudelessen. Sehr lecker!

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Aber ich hatte ja noch eine Überraschung in petto! Also ging es wieder ins Auto und ab zum Potsdamer Platz. In den dortigen Arkaden schauten wir uns tolle Lichtinstallationen an und kamen dann „rein zufällig“ am Theater der „Blue Man Group“ vorbei. Da wollten die Zwerge natürlich unbedingt mal rein. Ich ging mal „fragen“ an der Kasse und holte dort die bestellten Tickets ab. Mit der frohen Kunde, dass wir mal reinschauen dürften, schnappte ich die Familie und wir fuhren die Rolltreppen nach oben. Dort war keiner der „blauen Männer“ zu sehen. Das sorgte für enttäuschte Gesichter.

Nach einem Toilettenbesuch sagte ich zu den Mädels: „Ich habe gerade einen dahinten getroffen. Und als ich erzählte, dass Ihr mal gern zuschauen wollt, hat er mir vier Karten in die Hand gedrückt!“ Es dauerte gefühlte fünf Minuten, bis die Münder wieder zu waren. Kurz darauf saßen wir in Reihe sechs und erlebten wahnsinnig coole, spaßige und rockige 90 Minuten. Zufrieden und fröhlich ging es danach wieder ins Hotel.

Am nächsten Morgen – nach einem üppigen Frühstück – liessen wir das Auto im Parkhaus und wackelten zur U-Bahn. Ich liebe ja diesen gelben Lindwurm! Wir stiegen zweimal um und landeten dann schließlich 25 Minuten später beim Naturkundemuseum. Im Hotelpreis waren die Tickets dafür schon drin und wir wollten da auch sowieso unbedingt mal hin. Und so sahen wir Saurierskelette und viele andere Ausstellungsstücke, die nicht nur mich begeisterten. Nach drei Stunden machten wir uns zu Fuss auf zum nahen Hauptbahnhof.

Dieser Bau ist wirklich spektakulär und steht man erst einmal drin, dann ist man nur noch begeistert. Wir machten einen kleinen Rundgang, aßen Fisch & Chips und fuhren mit der Mini-U-Bahn U55 zum Brandenburger Tor. Trotz der nicht ganz so warmen Witterung war hier richtig was los! Man konnte sich mit Grenzsoldaten oder Darth Vader fotografieren lassen, einer Breakdance Gruppe zuschauen oder einfach mal durch das Tor marschieren. Da hatte sich besonders meine Frau sehr drauf gefreut. Nach Kaffee und Donuts ging es weiter zum Holocaust-Denkmal hinter der amerikanischen Botschaft. Sehr beeindruckend, vielleicht auch gerade deswegen, weil die Kinder völlig unbedarft mit den Steinblöcken umgingen und dazwischen Verstecken spielten.

Dann war uns kalt und die U-Bahn brachte uns wieder zum Hotel. Aber wir sollten sie an diesem Abend noch einmal nutzen, denn wir wollten zu einem mexikanischen Restaurant in Wilmersdorf. Und so bekamen Frau und Kinder auch etwas vom bunten Nachtvolk von Berlin mit. Für einen Besuch auf dem Ku’damm war es uns dann aber zu spät und es ging bald schon wieder zurück zum Hotel. Dort wurde am nächsten Tag alles im Auto verstaut und dann ging es wieder zum Potsdamer Platz.

Genauer gesagt zum dortigen Sony Center, denn dort wollten die Zwerge ins „Lego Discovery Center“ rein. Dank zweier Gutscheine war das dann noch nicht einmal sooo teuer und wir verbrachten ein paar vergnügliche Stunden unter der Erde. Denn dort befindet sich die Miniatur-Lego-Welt. Jede Menge zu erleben für kleine Forscher und Bastler. Nebenbei bemerkte ich, dass bei Lego nicht nur das Bauen und Konstruieren im Vordergrund, sondern der größte Spaß, den moderne Kinder haben können: Zerstören!!! Schon einmal darüber nachgedacht?? 😉

Nach ein wenig Shopping in den Arkaden ging es dann wieder nach Hause. Insgesamt drei schöne Tage haben wir in der Hauptstadt verbracht und es gibt noch mindestens tausend Gründe, bald mal wieder hinzufahren. Dann aber sicherlich im Sommer. Vielleicht nächstes Jahr – mal sehen. Auf jeden Fall habe jetzt nicht nur ich noch einen Koffer in Berlin.

Fotos: © Dirk Daniel (BSEplus.de)


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