Mit der Landeswelle nach Belantis 2 Kommentare


Manchmal kommen die guten Sachen einfach von alleine zusammen. Nachdem wir in unserem Urlaub das Thema „Vergnügungspark“ nicht nur aus puren Kostengründen in den Hintergrund gestellt haben, sollte ein Wochenendbesuch im nicht soweit entfernten „Belantis“ die Sommersaison abschließen. Just zu dieser Zeit verloste unser Frühstücksradio „Landeswelle Thüringen“ sagenhafte 2.500 Eintrittskarten für den Park. Und für den 3. September – also dem Tag, wo wir sowieso nach Belantis wollten. Also schnell mal mitgemacht. Und gewonnen! 🙂

Der mitteldeutsche Freizeitpark Belantis ist von Nordhausen her schnell erreicht. Man muss ja nur der A38 folgen bis zur Abfahrt „Neue Hardt / Belantis“ im Süden von Leipzig. Keine 90 Minuten (bei moderater Fahrweise) hat es gedauert. Der Parkplatz vor dem Park ist großzügig bemessen und durch eine durchdachte Beschilderung können sogar die Kinder den Standort des Autos wiederfinden. Wer mit dem Zug anreist, kann vom Leipziger Hauptbahnhof die Straßenbahn und einen Shuttlebus benutzen. Direkt vor dem Eingang waren zwei Stände von Landeswelle aufgebaut, wo wir nicht nur unsere Eintrittskarten abholen konnten, sondern auch gleich den Parkchip (3,- €) entwerten lassen konnten. Und dann ging es durch die elektronischen Schranken hinein ins Vergnügen!

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Belantis ist kein riesiger Park, bietet aber trotzdem einige Attraktionen. Diese sind mehr oder weniger für Kinder geeignet. Auf der Homepage des Parkes kann man sich vorab über die jeweiligen Bedingungen der Fahrgeschäfte informieren und seine Zwerge entsprechend vorab informieren, was sie dürfen und was nicht. Das erspart eventuell manche Träne. So ab 10 Jahren und 1,45 Meter Körpergröße etwa gibt es aber keine Hindernisse mehr. Doch auch die kleineren Kinder kommen auf ihre Kosten. Wenn das Wetter stimmt (das tat es gestern) sind Wechselsachen und / oder Badeklamotten übrigens nicht schlechteste Idee.

Insgesamt ist die Anlage recht sauber, sogar die Toiletten werden regelmäßig nachgeputzt. Überall laufen Mitarbeiter herum und sammeln und fegen weggeworfenen Müll auf. Insgesamt gehen aber auch die Besucher dort gern die paar Schritte bis zum Mülleimer, was uns positiv aufgefallen ist. Leider wird aber gerade beim Essen eine große Menge an Müll produziert – und das hat uns weniger gefallen.

Apropos Essen: wer in einem solchen Park moderate Preise für Speisen und Getränke erwartet, liegt deutlich daneben. Hier wird mal so richtig zugelangt. Das machen die ganz großen Parks (sogar weltweit) auch so, und Belantis bildet da keine Ausnahme. Wenn man das vorher weiß, kann man sich entsprechend darauf vorbereiten. Was uns aber wirklich negativ aufgestossen ist, waren die sehr unmotivierten Mitarbeiterinnen besonders im mittelalterlichen Dorf. Bis man da an der Reihe war, verging viel Zeit. Aber vielleicht ist das ja sogar gewollt, um einen (extrem hungrigen) Teil der Besucher eine gewisse Zeit von den Attraktionen fernzuhalten.

Den auch hier gibt es an gut besuchten Tagen deutliche Wartezeiten. Die Kunst des Versteckens von Warteschlangen hat man dabei übrigens noch nicht ganz so gut drauf wie z.B. die Amerikaner, wohl aber die Idee der „Fast Lanes“ für sich entdeckt: hier kann man gegen entsprechende zusätzliche Zahlung einen Termin für z.B. die eigene Achterbahnfahrt erkaufen. Ob mir diese Idee gefällt, weiß ich nicht so recht.

Man kann einen ganzen Tag im Belantis verbringen. Dann hat man (fast) alles gesehen und erlebt. Doch lohnt es sich? Diese Frage lässt sich nur mit einem Jein beantworten. Die regulären Eintrittspreise (wir kamen ja komplett umsonst rein) sind für eine vierköpfige Familie schon nicht ohne. Dafür werden ganz interessante Attraktionen geboten, aber nur die wenigsten reissen einen vom Hocker. Das liegt im Hauptproblem dieser kleineren Parks begründet: es sind fast nie Lizenzen bekannter Produkte und Marken (wie „Harry Potter“ oder „Spongebob“ etc.) vorhanden, die vom geneigten Publikum besonders gern angenommen werden. Deshalb muss mit eigenen „Marken“ um die Gunst der Besucher gebuhlt werden.

Schön sind dagegen die Kooperationen mit Partnern wie Landeswelle, Radio PSR etc., die durch ihre doch große Reichweite für entsprechende Werbung sorgen. Und solch ein Tag wie gestern sorgt für weitere Bekanntheit von Belantis. Dem Park ist das zu wünschen, denn schließlich ist er quasi DER Park in Mitteldeutschland. Zwei, drei weitere Attraktionen, mehr Bäume (für Schatten etc.) sowie motivierteres Personal wären aber schön. Mal sehen, was sich bis zu unserem nächsten Besuch dort noch so tut. Für diesmal möchten wir uns auf jeden Fall bei der Landeswelle Thüringen für den tollen Tag bedanken! 🙂

Dieser Schnappschuss zeigt übrigens den Spaß und die Freude, die besonders die Kinder hatten:


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