Menschen, die echt rocken


Oder Rocker, die echte Menschen sind. Ja, die gibt es – und auch gestern Abend im Gehege in Nordhausen durfte ich solche Menschen wieder kennenlernen. Drei Bands standen dort auf der Bühne, die sich alle dem Rock verschrieben haben, jede Menge Spaß beim Musizieren haben und doch – wie es so schön heißt – auf dem Boden geblieben sind. Die sich regelmäßig erden und so den Kontakt zu ihren Fans gar nicht verlieren können. Wir haben uns gut unterhalten – und das lag wohl auch ein wenig daran, dass ich das Reportermikro im Koffer gelassen habe …

Den Anfang machten prettygoodzero aus Erfurt, die die sehr schwere Aufgabe hatten, den Abend vor einem sehr überschaubaren Publikum zu eröffnen. Das lag nicht an der Band, sondern eher an der angeborenen höflichen Zurückhaltung der Rolandstädter bei nicht so ganz bekannten Namen. Dch die fünf Jungs ließen sich davon gar nicht beeindrucken und spielten frisch und durchaus hörenswert auf. Sie betreiben das Thema Musik als Hobby und stehen deshalb mit beiden Beinen im Leben. Das bedeutet, dass sie völlig bodenständige Berufe haben – vom Doktoranwärter im Bereich Informatik bis hin zum mittelständischen Geschäftsführer. Großartig!

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Bei der Band ACHT. aus München ist die Musik dagegen die Profession Nr. 1. Alle vier Mitglieder haben jede Menge Erfahrungen im Musikgeschäft sammeln können, bis sie eine Zäsur im Leben zogen und endlich mit Nachdruck das machten, was sie schon immer wollten: Rockmusik mit richtig ehrlichen Texten. Und das machen sie seit 2008. Mit Sänger und Gitarrist Gil habe ich mich gut unterhalten und gemeinsam mit nun schon deutlich mehr Besuchern feierte ich zu den Songs der Band.

Luxuslärm waren der Top-Act des Abends. Manchmal haben diese die Angewohnheit, etwas über den Dingen stehen zu wollen. Ich erinnere mich da „gerne“ noch an Manfred Mann vor drei Jahren. Bei Jini und ihren Mannen war davon aber gar nichts zu spüren. Sie waren locker, sie waren offen – sie waren menschlich. Und doch absolut professionell. Ihre Arbeit mit dem Publikum war richtig gut, und nicht nur die angereisten Fanclub-Mitglieder sangen die Hits der Band mit. Heute haben sie – der klugen Planung sei Dank – sogar zwei Gigs in zwei mehr als 200 Kilometer voneinander entfernten Städten auf dem Plan – und auch das werden sie meistern!

Heute geht es dann mehr in die Country-Ecke, denn mit Winni 2 (gegründet 1975 in der DDR), The Twang und Texas Lightning werden den Besuchern und mir Banjos und Gitarren begegnen. Ich bin sehr gespannt, welche Erfahrungen ich heute sammeln darf. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt drauf.

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