Formel Eins trifft Formel E 4 Kommentare


Das heutige Formel 1 Rennen im chinesischen Shanghai war mit Abstand eines der spannensten der letzten vier oder fünf Jahre! Und das nicht etwa wegen der von vielen Zuschauern erwarteten spektakulären Unfälle, sondern wegen der enorm packenden Zweikämpfe, die bis zum Ende das Rennen bestimmten. Absolut sehenswert!
Allerdings schaue ich mir den ganzen Zirkus als Mensch mit grünem Herzen auch mit einem weinenden Auge an …

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Die Formel 1 gehört zu den Sportarten, die das Thema Umweltschutz nur am Rande streift. Vielmehr werden hier fröhlich die Tanks leergeblasen. Wie man hört, dient all dies u.a. auch der weiteren Entwicklung der Motorentechnologie – allerdings mehr der der Verbrennungsmotoren. Dabei stehen doch die Zeichen im aktuellen Automarkt verstärkt auf elektrische Antriebskonzepte.

Der Automobil-Weltverband FIA unterstützt nach einer Meldung des Nachrichtensenders N24 nun eine Forderung der EU-Kommission. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurde kürzlich die Idee einer rein elektrischen Formel-Klasse diskutiert. Diese könnte – so EU-Kommissar Tajani und FIA-Präsident Todt – schon 2013 auf den bekannten Formel-1-Strecken rund um den Globus stattfinden.

Bild: O. Fischer / pixelio.de

Ich finde diese Idee nicht nur als Rennsport-Fan klasse, sondern auch aus umweltpolitischer Sicht. Um elektrische Rennwagen ordentlich anzutreiben, wäre eine fortschrittliche Batterietechnik notwendig. Die Erkenntnisse aus diesen Entwicklungen könnten dann natürlich auch in den konventionellen Fahrzeugbau einfließen. Damit wäre der gesamte Branche weltweit geholfen – und damit auch den Verbrauchern, die auf preisgünstigere Elektrofahrzeuge hoffen können.

Bis es soweit ist, müssen wir wohl noch ein paar Augen zudrücken und den gestrichenen Tankstopp sowie das Energie-Rückgewinnungssystem KERS als einen gewissen grünen Anstrich würdigen.

Bild: O. Fischer / pixelio.de


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4 Gedanken zu “Formel Eins trifft Formel E

  • Daniel

    Ok, nehmen wir mal an die fahren mit E-Motoren, wie werden dann die Batterien hergestellt bzw aufgeladen?

    Einwegbatterien? Wegwerfen? Mhh, aufladen kostet Strom, wie wird Strom in dem Fall produziert? Siehe Atomstrom.

    Ay, Du siehst, das ist so oder so ein problematisches Thema.

    P.S. Dieser Kommentar ist mit einem Ökostrombetriebenen Computer getippt worden 🙂

    Grüne Grüße aus Leipzig 😀

  • BSEplus Autor des Beitrags

    Schön,wenn Ihr auch Ökostrom nutzt. 🙂

    Das gesamte Konzept muss natürlich nachhaltig sein, damit es auch echte Effekte für den Massenmarkt bringt. Aber jede Initiative in diese Richtung ist schon hilfreich.

  • Nicole_Mehr

    Solche Aktionen rücken das Thema „Elektrofahrzeuge“ zunächst einmal wieder mehr in die Köpfe der Menschen. Und wenn die Forschung im Rennsport den Weg ebnet für eine Weiterentwicklung der Elektrowagen für Jedermann, noch besser.

    Ab 2013 sollen übrigens in der „Königsklasse“ mind. 30 Prozent weniger Benzinverbrauch angestrebt werden: http://www.facebook.com/123energie

  • BSEplus Autor des Beitrags

    Das stimmt!

    Auch wenn Daniel recht hat – der Strom muss ja a) irgendwo herkommen und b) irgendwo gespeichert werden. Aber beides sind Herausforderungen, die eh auf uns Menschen zukommen, wenn wir in Summe was ändern wollen.

    Und wenn dann beim Zuschauen noch ein paar Leute Spaß haben – warum nicht?! 🙂